| Name: | Chiltepin |
| Wissenschaftlicher Name: | Capsicum annuum var. glabriusculum |
| Kalorien (kcal): | 40 kcal |
| Fett: | 0,4 g |
| Kohlenhydrate: | 8,8 g |
| Zucker: | 5,3 g |
| Eiweiß: | 1,9 g |
| Schärfegrad: | 50.000 - 100.000 Scoville |
| Standort | Warm, hell und windgeschützt; vollsonnig bis leicht halbschattig. In sehr heißen Regionen ist lichter Schatten vorteilhaft |
| Bodenbeschaffenheit | Locker, humos, mineralisch und sehr gut durchlässig; Staunässe unbedingt vermeiden |
| Pflanzabstand | 50-70 cm |
| Wasserbedarf | Mäßig, aber regelmäßig gießen; den Wurzelballen zwischen den Wassergaben oberflächlich abtrocknen lassen |
| Pflegehinweise | Früh vorziehen, Jungpflanzen abhärten und erst nach den letzten Frösten auspflanzen. Wegen des langsamen Jugendwachstums nicht zu stark düngen |
| Keimdauer | 14-40 Tage bei 24-30°C; ältere oder sehr trockene Samen können ungleichmäßig keimen |
| Überwinterung | Mehrjährig kultivierbar; vor Frost geschützt, hell und bei etwa 10-15°C überwintern |
| Verträgliche Nachbarn | Basilikum, Tagetes, niedrige Bohnen und Zwiebeln |
| Zu vermeidende Nachbarn | Kartoffeln sowie dicht stehende Tomaten-, Paprika- und Auberginenpflanzen |
Der Chiltepin, auch Chiltepín oder Tepín genannt, ist eine wildwachsende beziehungsweise wildnahe Chili aus dem südlichen Nordamerika, Mexiko, Mittelamerika, der Karibik und Teilen Südamerikas. Botanisch wird sie gewöhnlich als Capsicum annuum var. glabriusculum bezeichnet. In neueren taxonomischen Datenbanken wird dieser Name teilweise als Synonym von Capsicum annuum var. aviculare behandelt. Chiltepin gilt als naher wilder Verwandter zahlreicher kultivierter Formen von Capsicum annuum.
Die mehrjährig wachsende, frostempfindliche Pflanze bildet einen locker verzweigten Strauch von ungefähr 60-150 cm Höhe. Unter günstigen Bedingungen kann sie größer werden. Sie trägt kleine weiße Blüten und zahlreiche aufrecht stehende, nahezu kugelige Früchte. Diese sind meist nur etwa 5-10 mm groß und reifen von Grün über Orange zu kräftigem Rot. Vollreife Früchte lösen sich bei wildnahen Pflanzen leicht vom Kelch und werden in der Natur häufig durch Vögel verbreitet.
Chiltepin besitzt ein kräftiges, leicht rauchiges, erdiges und fruchtiges Aroma. Die Schärfe setzt sehr schnell und stechend ein, klingt im Vergleich zu vielen Habanero-Typen aber häufig schneller wieder ab. Mit 50000 - 100000 Scoville liegt Chiltepin deutlich über Jalapeño und meist im Bereich schärferer Piri-Piri- oder Thai-Chilis. Die kleinen Früchte werden frisch, getrocknet oder zerstoßen für Salsas, Suppen, Eintöpfe, Fleischgerichte und Gewürzmischungen verwendet.