| Name: | Anaheim |
| Wissenschaftlicher Name: | Capsicum annuum 'Anaheim' |
| Kalorien (kcal): | 40 kcal |
| Fett: | 0,4 g |
| Kohlenhydrate: | 8,8 g |
| Zucker: | 5,3 g |
| Eiweiß: | 1,9 g |
| Schärfegrad: | 500 - 2.500 Scoville |
| Standort | Warm, vollsonnig und windgeschützt; im Freiland, Gewächshaus oder in einem großen Kübel kultivierbar |
| Bodenbeschaffenheit | Humos, locker, nährstoffreich und gut durchlässig; Staunässe vermeiden |
| Pflanzabstand | 45-60 cm |
| Wasserbedarf | Gleichmäßig feucht halten; die obere Bodenschicht zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen lassen |
| Pflegehinweise | Jungpflanzen abhärten, erst nach den Eisheiligen auspflanzen, regelmäßig mäßig düngen und Pflanzen bei starkem Fruchtbehang stützen |
| Keimdauer | 7-21 Tage bei 22-28°C |
| Ernte | Für einen milden Geschmack grün ernten; vollreife Früchte färben sich rot und entwickeln ein süßeres, kräftigeres Aroma |
| Verträgliche Nachbarn | Basilikum, niedrige Bohnen, Tagetes und Zwiebeln |
| Zu vermeidende Nachbarn | Kartoffeln sowie dicht stehende Tomaten-, Paprika- und Auberginenpflanzen |
Die Anaheim ist eine milde Kultursorte beziehungsweise Sortengruppe der Art Capsicum annuum. Sie gehört zum New-Mexican-Fruchttyp. Das Saatgut stammte ursprünglich aus New Mexico und wurde nach Anaheim in Kalifornien gebracht, wo sich über lange Zeit regional angepasste Linien entwickelten. Anaheim ist daher keine eigenständige Paprikaart, sondern eine Auswahl innerhalb des New-Mexican-Typs.
Die buschigen, aufrechten Pflanzen erreichen je nach Linie und Kulturbedingungen etwa 60-100 cm Höhe. Sie tragen grüne, zugespitzte Blätter und überwiegend einzelne weiße Blüten. Die hängenden Früchte sind lang, schmal bis mittelbreit, häufig leicht gebogen und ungefähr 15-25 cm lang. Sie besitzen eine relativ kräftige Fruchtwand und eine meist stumpf auslaufende Spitze. Unreife Früchte sind hell- bis mittelgrün und reifen später zu kräftigem Rot ab.
Anaheim schmeckt frisch, pflanzlich, leicht süßlich und nur mild scharf. Mit 500 - 2500 Scoville liegt sie gewöhnlich unterhalb eines Jalapeño. Die Früchte eignen sich besonders zum Rösten, Grillen, Füllen und Schälen. Sie werden für Chiles rellenos, Salsas, Suppen, Eintöpfe und Gemüsegerichte verwendet. Vollreife rote Früchte können außerdem getrocknet und zu mildem Chilipulver verarbeitet werden. Die tatsächliche Schärfe hängt von Linie, Reifegrad, Wetter und Kulturbedingungen ab.