| Name: | Poblano |
| Wissenschaftlicher Name: | Capsicum annuum |
| Kalorien (kcal): | 28 kcal |
| Fett: | 0,2 g |
| Kohlenhydrate: | 5,1 g |
| Zucker: | 2,7 g |
| Eiweiß: | 1,4 g |
| Schärfegrad: | 1.000 - 2.000 Scoville |
| Standort | Warm, vollsonnig und windgeschützt; im Freiland, Kübel oder Gewächshaus kultivierbar |
| Bodenbeschaffenheit | Humos, locker, nährstoffreich und gut durchlässig; Staunässe vermeiden |
| Pflanzabstand | 45-60 cm |
| Wasserbedarf | Gleichmäßig feucht halten; die obere Bodenschicht zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen lassen |
| Pflegehinweise | Jungpflanzen abhärten, erst nach den Eisheiligen auspflanzen, regelmäßig mäßig düngen und bei schwerem Fruchtbehang stützen |
| Keimdauer | 7-21 Tage bei 22-28°C |
| Verträgliche Nachbarn | Basilikum, niedrige Bohnen, Tagetes und Zwiebeln |
| Zu vermeidende Nachbarn | Kartoffeln sowie dicht stehende Tomaten-, Paprika- und Auberginenpflanzen |
Die Bezeichnung Poblano steht für einen mexikanischen Kultur- und Fruchttyp der Art Capsicum annuum, nicht für eine einzige genetisch einheitliche Sorte. Der Name bedeutet sinngemäß „aus Puebla“ und verweist auf den zentralmexikanischen Bundesstaat Puebla. Poblano-Früchte werden überwiegend frisch und dunkelgrün genutzt. Vollständig ausgereifte, häufig rotbraun gefärbte und anschließend getrocknete Früchte werden als Ancho bezeichnet. Zahlreiche regionale Linien unterscheiden sich in Reifezeit, Größe und Schärfe.
Die buschigen Pflanzen erreichen je nach Linie und Kulturbedingungen etwa 60-100 cm Höhe. Sie tragen zugespitzte grüne Blätter und überwiegend einzelne weiße Blüten. Die hängenden Früchte sind breit kegelförmig bis herzförmig, häufig leicht abgeflacht und etwa 8-15 cm lang sowie 5-8 cm breit. Ihre Fruchtwand ist relativ kräftig. Unreife Früchte sind dunkelgrün und können bei Vollreife dunkelrot bis rotbraun werden. Im Inneren liegen zahlreiche flache, cremefarbene Samen an der hellen Plazenta.
Poblano besitzt ein mildes, pflanzliches, leicht erdiges Aroma. Beim Rösten entstehen zusätzlich süßliche und rauchige Noten. Die Schärfe setzt sanft ein und klingt meist schnell wieder ab. Mit 1000 - 2000 Scoville ist Poblano gewöhnlich milder als Jalapeño und deutlich milder als Cayenne. Die großen Früchte eignen sich besonders zum Rösten, Schälen und Füllen, etwa für Chiles rellenos. Außerdem werden sie für Saucen, Suppen und Schmorgerichte verwendet. Ancho bezeichnet dabei das getrocknete Reifestadium und kein eigenständiges botanisches Taxon.