| Name: | Birds Eye |
| Wissenschaftlicher Name: | Capsicum frutescens |
| Kalorien (kcal): | 40 kcal |
| Fett: | 0,4 g |
| Kohlenhydrate: | 8,8 g |
| Zucker: | 5,3 g |
| Eiweiß: | 1,9 g |
| Schärfegrad: | 100.000 - 225.000 Scoville |
| Standort | Sehr warm, vollsonnig und windgeschützt; in Mitteleuropa bevorzugt im Gewächshaus oder in einem großen Kübel |
| Bodenbeschaffenheit | Humos, locker, nährstoffreich und gut drainiert; Staunässe vermeiden |
| Pflanzabstand | 40-60 cm |
| Wasserbedarf | Gleichmäßig feucht halten; die obere Substratschicht zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen lassen |
| Pflegehinweise | Früh vorziehen, Jungpflanzen abhärten, erst nach den Eisheiligen auspflanzen und bei Bedarf frostfrei überwintern |
| Keimdauer | 14-30 Tage bei 25-30°C |
| Verträgliche Nachbarn | Basilikum, niedrige Bohnen, Tagetes und Zwiebeln |
| Zu vermeidende Nachbarn | Kartoffeln sowie dicht stehende Tomaten-, Paprika- und Auberginenpflanzen |
Die Bezeichnung Birds Eye oder Bird’s Eye wird für mehrere kleinfrüchtige, scharfe Chili-Typen verwendet. Der hier geführte afrikanische Typ wird der Art Capsicum frutescens zugeordnet und ist eng mit Piri-Piri- und Tabasco-Formen verwandt. Die Art stammt ursprünglich aus dem tropischen Amerika, wurde jedoch nach Afrika und Asien verbreitet und dort regional weiterselektiert. Birds Eye ist deshalb eher als Handels- und Gruppennamen denn als eindeutig definierte Einzelsorte zu verstehen.
Die mehrjährig wachsende, frostempfindliche Pflanze entwickelt sich buschig bis locker verzweigt und erreicht unter günstigen Bedingungen etwa 60-150 cm Höhe. Ihre Blätter sind grün, glatt und zugespitzt; die kleinen Blüten erscheinen weißlich bis grünlich weiß. Typisch sind aufrecht stehende, schlanke bis kurz kegelförmige Früchte von ungefähr 2-4 cm Länge und weniger als 1 cm Breite. Sie reifen von Grün über Orange zu kräftigem Rot. Die dünnwandigen Früchte enthalten mehrere flache, hellgelbe Samen.
Birds Eye besitzt ein direktes, frisches und leicht fruchtiges Aroma. Die Schärfe setzt schnell ein, wirkt stechend im vorderen Mundraum und hält mittellang an. Mit 100000 - 225000 Scoville liegt der Typ deutlich über Cayenne und Jalapeño, erreicht aber gewöhnlich nicht die obere Schärfe vieler Habaneros. Die Früchte werden frisch oder getrocknet für Currys, Eintöpfe, Salsas, Würzpasten, Marinaden und scharfe Saucen verwendet. Beim Schneiden sind Handschuhe und Schutz vor Augen- und Schleimhautkontakt erforderlich.