| Name: | Rocotillo |
| Wissenschaftlicher Name: | Capsicum chinense 'Rocotillo' |
| Kalorien (kcal): | 40 kcal |
| Fett: | 0,4 g |
| Kohlenhydrate: | 8,8 g |
| Zucker: | 5,3 g |
| Eiweiß: | 1,9 g |
| Schärfegrad: | 1.000 - 2.500 Scoville |
| Standort | Warm, vollsonnig und windgeschützt; in Mitteleuropa bevorzugt im Gewächshaus oder in einem großen Kübel |
| Bodenbeschaffenheit | Humos, locker, nährstoffreich und gut durchlässig; Staunässe vermeiden |
| Pflanzabstand | 45-60 cm |
| Wasserbedarf | Gleichmäßig feucht halten; die obere Substratschicht zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen lassen |
| Pflegehinweise | Früh vorziehen, Jungpflanzen langsam abhärten, erst nach den Eisheiligen auspflanzen und während der Blüten- und Fruchtbildung regelmäßig mäßig düngen |
| Keimdauer | 10-30 Tage bei 24-29°C |
| Verträgliche Nachbarn | Basilikum, niedrige Bohnen, Tagetes und Zwiebeln |
| Zu vermeidende Nachbarn | Kartoffeln sowie dicht stehende Tomaten-, Paprika- und Auberginenpflanzen |
Der Rocotillo ist ein milder, fruchtiger Chili-Typ, der vor allem mit der Karibik sowie Teilen Mittel- und Südamerikas verbunden wird. Unter dem Namen werden allerdings unterschiedliche lokale Linien gehandelt. Besonders verbreitet ist ein karibischer Typ der Art Capsicum chinense. Daneben existieren ebenfalls als Rocotillo bezeichnete Formen von Capsicum baccatum. Der Rocotillo darf nicht mit dem deutlich schärferen Rocoto der Art Capsicum pubescens verwechselt werden.
Die wärmebedürftige Pflanze wächst buschig und stark verzweigt und erreicht im Kübel meist etwa 60-100 cm Höhe. Sie trägt breite grüne Blätter und kleine cremeweiße bis grünlich weiße Blüten. Die hängenden Früchte sind ungefähr 3-5 cm breit, gedrungen, flach rundlich und deutlich gefaltet oder gelappt. Ihre Form erinnert an eine kleine Haube, einen Pilz oder einen flachen Habanero. Die Früchte reifen gewöhnlich von Hellgrün über Orange zu Rot und besitzen eine relativ dünne bis mittelstarke Fruchtwand.
Rocotillo besitzt ein süßliches, tropisch-fruchtiges und leicht blumiges Aroma. Die Schärfe ist mild, setzt sanft ein und klingt vergleichsweise schnell wieder ab. Mit 1000 - 2500 Scoville liegt er meist unterhalb eines gewöhnlichen Jalapeño und eignet sich daher auch für Gerichte, bei denen das Chili-Aroma stärker als die Schärfe hervortreten soll. Die Früchte werden frisch für Salsas, Sofrito, Salate, Ceviche, Reisgerichte und karibische Eintöpfe verwendet. Sie eignen sich außerdem zum Einlegen, Füllen und zur Herstellung milder, fruchtiger Chilisaucen.